Long Island Iced Tea

Long Island Iced Tea

Kurzanleitung: Long Island Iced Tea

Zutaten:

  • 2 cl Wodka
  • 2 cl Weißer Rum
  • 2 cl Tequila
  • 2 cl Gin
  • 2 cl Triple Sec (Orangenlikör)
  • 2 cl Zitronensaft
  • 1–2 cl Zuckersirup
  • Cola zum Auffüllen
  • Eiswürfel
  • Zitronenscheibe zum Garnieren

Zubereitung:

Alle Spirituosen, Zitronensaft und Zuckersirup in einen mit Eis gefüllten Shaker geben und kräftig schütteln. Danach die Mischung in ein Longdrink-Glas mit frischen Eiswürfeln abseihen. Mit Cola auffüllen und vorsichtig umrühren. Mit einer Zitronenscheibe garnieren – fertig!


Detaillierte Tipps für den perfekten Long Island Iced Tea

Also, wenn du dich jetzt fragst: Warum so viele verschiedene Spirituosen? – das ist eigentlich die Magie beim Long Island Iced Tea. Der Trick besteht darin, dass diese hochprozentige „Multikulti-Mischung“ perfekt zusammen harmoniert, wenn die Dosierung ausgewogen ist. Die Süße des Triple Sec, die Agavennoten des Tequilas und das herbere Profil von Gin und Rum – alles greift wie Zahnräder ineinander.

1. Qualität über Quantität:
Auch wenn der Long Island für seine „harte Kante“ bekannt ist, solltest du auf qualitativ passable Spirituosen setzen. Billiger (und brennender) Tequila oder Wodka können das Erlebnis ordentlich ruinieren. Andererseits musst du auch nicht den teuersten Gin opfern, ein mittelklassiger Gin reicht hier völlig aus – schließlich werden die feinen Nuancen ohnehin von den anderen Zutaten überdeckt.

2. Zitronensaft oder Limettensaft?
Traditionell wird Zitronensaft verwendet, aber Limettensaft bringt etwas mehr Frische rein. Wenn du auf der Suche nach einem fruchtigeren Aroma bist, dann gib Limetten eine Chance. Die Citrus-Note ist entscheidend, um das Getränk am Ende nicht zu schwer wirken zu lassen.

3. Cola als Balanceakt:
Viele machen den Fehler, den Cocktail mit zu viel Cola aufzufüllen. Die Cola ist im Grunde nur ein „Wrap-up“ für die Aromen und dient dazu, das starke Geschmacksprofil der Spirituosen abzumildern, ohne dass sie komplett übertüncht werden. Ein kleiner Schuss reicht – du möchtest ja nicht, dass dein Long Island an einen Rum-and-Coke erinnert. Vorsichtiges Umrühren ist hier auch der Schlüssel, sonst verlierst du die schöne Trennung der Schichten.

4. Zuckersirup oder nicht?
Manche Rezepte lassen den Zuckersirup ganz weg, aber wenn du eine etwas abgerundete Süße möchtest, dann füge ruhig ein wenig hinzu. Gerade wenn du den Long Island das erste Mal servierst, ist es eine gute Möglichkeit, ihn etwas zugänglicher zu machen.

5. Eis – keine Sorge, es darf viel sein:
Ja, der Long Island wird mit viel Eis zubereitet. Das hat einen simplen Grund: Ohne das Eis würde der Drink bald zu warm und bitter. Also: Ertränke den Cocktail nicht nur in Alkohol, sondern auch in Eis! Es hält das ganze Erlebnis erfrischend und die Kohlensäure der Cola lebendig.


Die Geschichte und Herkunft des Long Island Iced Tea

Moment mal… Long Island Iced Tea?! Das Ding hat ja rein gar nichts mit Tee zu tun – irreführender Titel, oder? Tatsächlich gibt es darum auch mehr als nur eine Theorie, wie der Drink entstanden ist.

Die populärste Geschichte besagt, dass der Cocktail in den 1970er Jahren in einer Bar namens „Oak Beach Inn“ auf Long Island, New York, entstanden ist. Charles Bishop, genannt „Rosebud“, soll damals einen ziemlich experimentellen Drink für einen Cocktailwettbewerb erschaffen haben. Damit dieser wie ein harmloser Eistee aussah, aber einen ordentlichen Knall unter der Haube hatte, wurde Cola dazugemischt. Der Name war geboren – und die Wirkung ließ sicher auch einige Leute im ersten Moment etwas ratlos zurück.

Einige behaupten aber, dass der Long Island Iced Tea auf die Prohibitionszeit zurückgeht. Während dieser Ära war es typisch, alkoholische Getränke zu tarnen (du verstehst schon: Man konnte nicht alles offen präsentieren), und der Long Island Iced Tea hätte dann vielleicht den Anschein eines nachmittäglichen Tees erwecken können. Wer weiß, vielleicht haben sich die Leute während der Prohibition ja auf der Veranda mit etwas Stärkerem als Kräutertee zurückgelehnt.

Ein ähnlicher Drink ist übrigens der „Adios Motherf***er“ (abgekürzt AMF), der ebenfalls eine Vielzahl von Hochprozentigem vereint, aber anstelle von Cola mit Zitronenlimonade und Blue Curaçao aufgegossen wird. Hat eine ähnliche Wirkung – und ist genauso eine Geschmacks-Achterbahnfahrt.

Mehr Details (und weitere, über die man schmunzeln kann) findest du auch auf der Wikipedia-Seite zum Long Island Iced Tea.


Jetzt hast du nicht nur ein Rezept, sondern auch das ganze Mythenkonstrukt dahinter. Cheers – aber trink den Long Island am besten in Gesellschaft… am nächsten Morgen wirst du (und dein Kopf) es dir danken! 😅

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