Painkiller

Painkiller

Schnelles Rezept für den Painkiller:

  • 60 ml Pusser’s Navy Rum
  • 90 ml Ananassaft
  • 30 ml Orangensaft
  • 30 ml Kokosnusscreme

Alle Zutaten in einen Shaker mit Eis geben, kräftig schütteln und ohne das Eis in ein Glas (idealerweise einen Tiki-Becher oder Becher mit Eis) abseihen. Mit etwas Muskatnuss garnieren. Optional eine Ananasscheibe oder Kirsche zur Dekoration verwenden.

Weitere Tipps und tieferes Verständnis:

Wenn du dich etwas intensiver mit dem Painkiller beschäftigst, wirst du merken, dass er mehr ist als einfach nur eine süße tropische Kreation. Die Kombination von Rum, Frucht und Kokosnusscreme mag zwar wie zahlreiche andere Tiki-Drinks erscheinen, doch der Painkiller hat einen unvergleichlich runden und samtigen Charakter – er ist eine Art „Piña Colada für Erwachsene“, falls man das so sagen kann.

Wichtige Ingredientien:
Ganz besonders musst du darauf achten, den Pusser’s Navy Rum zu verwenden, um das authentische Painkiller-Erlebnis zu haben. Der Painkiller ist rechtlich geschützt und darf nur mit Pusser’s zubereitet werden. Klar, du kannst theoretisch auch irgendeinen anderen Rum nehmen, aber das wäre so, als würdest du Spaghetti Carbonara mit Sahne anrühren – technisch möglich, doch nicht europarechtskonform. 😉

Die Verwendung von frischem Ananassaft, nicht aus der Dose, ist für den Geschmack unerlässlich. Es macht den Unterschied, ob dein Drink „saftig frisch“ oder „konserven tropisch“ schmeckt. Wenn du keinen Orangensaft auspressen möchtest, achte wenigstens darauf, dass er frisch und nicht zu süß ist – das gibt eine ausgewogene Fruchtigkeit.

Trinkweise:
Da der Cocktail cremig ist, wird er typischerweise „on the rocks“ serviert, also über Eis. Tiki-Becher sind optional stylisch, sie behalten auch die Kühle etwas länger und geben dem Bad-in-der-Karibik-Feeling den finalen Schliff. Weiche Muskatnuss bringt das Ganze auf eine aromatische Metaebene – also sei nicht zimperlich beim Würzen!

Story und Hintergrund des Painkillers:

Von „Piña Colada für Erwachsene“ zu sprechen, kommt nicht von ungefähr. Die Geschichte dieses Cocktails führt uns zurück in die 1970er Jahre auf die Britischen Jungferninseln, genauer gesagt in die Soggy Dollar Bar auf Jost Van Dyke. Die Bar ist nach der tatsächlich schwergängigen Anreise benannt: Oftmals legten Besucher mit dem Boot an und mussten durch das flache Wasser zur Bar waten – was natürlich ihre Dollarnoten entsprechend „soggig“ machte.

Die Barbesitzerin Daphne Henderson soll dort als Erste den Painkiller gemixt haben. In den 1980ern begann Charles Tobias, der Gründer von Pusser’s Ltd. (Hersteller des Pusser’s Rum), eine Partnerschaft mit der Idee des Cocktails und führte ihn in seiner jetzigen Form ein. Seitdem ist der Painkiller ein geschütztes Markenzeichen, und Pusser’s Navy Rum beansprucht den Cocktail sozusagen für sich.

Verwandte Cocktails:
Der offensichtlichste Verwandte des Painkillers ist die Piña Colada, die zumindest auf den ersten Blick ähnlich wirkt: Rum, Ananassaft und Kokosnusscreme bilden auch hier das Grundgerüst. Aber der Painkiller hat diese zusätzliche Tiefe durch den Orangensaft und den spezifischen, intensiven Geschmack des Pusser’s Rum. Es ist dieser dickere, fast butterartige Geschmack des Rums, der den Painkiller so besonders macht.

Eine andere Verwandtschaftslinie führt uns zu den klassischen Tiki-Drinks wie dem Mai Tai oder dem Zombie, beides starke, fruchtige Drinks mit einer logisch aufgebauten Balance zwischen süß, sauer und stark. Aber der Painkiller – wenn du ihn mit der gebotenen Liebe zubereitest – hat eine fast heimelige, gemütliche Trost-Spendende-Wolke, die Tiki-Drinks in dieser Form selten haben.

Einige dieser Hintergrundinfos sind wunderbar aufbereitet in der Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Painkiller_(cocktail)

Also, wenn du das nächste Mal einen sonnigen, tropischen Tag nach Hause holen willst – weißt du, was zu tun ist!

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