Test Pilot

Test Pilot

Test Pilot Cocktail – Kurzanleitung

Das brauchst du:
– 45 ml heller Rum
– 15 ml Dunkler Rum
– 15 ml Cointreau oder Triple Sec
– 15 ml Limettensaft (frisch gepresst)
– 7,5 ml Falernum
– 2 Dashes Angostura Bitter
– 1 Spitz Zimtsirup oder Pimento Dram (Allspice Likör)

So mixt du’s:
1. Alle Zutaten mit Eis in einen Shaker geben.
2. Kräftig shaken.
3. In ein gekühltes Glas (idealerweise Tiki-Mug) mit Crushed Eis abseihen.
4. Mit einer Limettenscheibe und ggf. einer Zimtstange garnieren.


Tipps und Tricks für den Test Pilot

Schon mal Falernum benutzt? Das ist eine karibische Zutat, die nicht in jeder Hausbar rumsteht, aber der absolute Gamechanger für diesen Cocktail ist. Falernum ist eine leicht würzige und süßliche Zutat, die Noten von Mandeln, Limetten und Nelken mitbringt. Es gibt sie in alkoholischer und nicht-alkoholischer Form. Wenn du sie nicht zur Hand hast, ist es eines dieser Dinge, die sich lohnen, in der Bar zu haben – du wirst es bei anderen Tiki-Drinks wiederfinden, keine Sorge!

Cointreau oder Triple Sec? Zugegeben, hier geht’s um Nuancen. Beide sind Orangenliköre, aber Cointreau ist etwas komplexer und balanciert den Cocktail auf subtile Weise, während du bei Triple Sec meistens die fruchtige Süße mehr spürst. Wenn du das Maximum herausholen willst: Cointreau. Wenn es gerade nicht in der Nähe ist – kein Drama, Triple Sec reicht.

Dann gibt’s noch die ewige Frage: Mit oder ohne Zimtsirup? Manche Rezepte variieren da, aber ich finde, dieser „wärmende“ Hauch von Zimt passt perfekt zum ansonsten recht frischen Gesamtbild des Cocktails. Das ist bemerkt: Weniger ist hier tatsächlich mehr! Ein Spitz oder auch 5 ml können schon den Unterschied machen, ohne dass du plötzlich das Gefühl hast, du trinkst einen Zimtlatte.

Eis ist auch wichtig. Kein großer Block Eiswürfel, bitte – das Crushed Eis gibt nicht nur was für die Optik her (ganz ehrlich, welcher Tiki-Drink sieht ohne zerhacktes Eis authentisch aus?), sondern bringt auch geschmeidig die richtige Kälte in den Drink, während es sich langsam vermischt. Gerade wenn du in warmen Umgebungen bist, sorgt das dafür, dass der Cocktail nicht so schnell „verwässert“.

Für diejenigen unter uns mit etwas herausfordernden Limettensäften – ich weiß, nicht jedes Mal ist der Limettensaft optimal frisch und säuremäßig „on point“ – streichelt ein wenig Zuckersirup das Gleichgewicht wieder glatt. Aber bitte nur im Notfall einsetzen!

Herkunft des Test Pilot und seine „Verwandtschaft“

Der „Test Pilot“ ist quasi Historie in einem Glas. Erfunden wurde er von Donn Beach (der auch als Don the Beachcomber bekannt war) in den 1940er Jahren. Die Tiki-Kultur als Barphänomen war gerade in vollem Schwung, und Beach war einer der Pioniere – sein Barstil verschmolz karibische, pazifische und exotische Einflüsse zu tropischen Cocktails, die erstaunlich komplex waren. Der Test Pilot spiegelt genau diese denkbar gewagte Mischung wider: balanciert, frisch, exotisch und durch seinen Rum (warum nur einen, wenn man zwei haben kann?) schön intensiv.

Der Name „Test Pilot“ hat vermutlich mit der Zeit zu tun, in der er entstand – Flieger und Testpiloten hatten damals kulturell fast einen Status wie Rockstars. Die Symbolik passte also: Ein aufregendes Getränk für Menschen, die immer an der Grenzen des Möglichen lebten – das könnte auch ein Testpilot gewesen sein, nicht?

Verwandte Drinks wie der „Jet Pilot“ (du merkst das Aviation-Thema, oder?) sind gewisse Weiterentwicklungen des Originals. Auch der „Mai Tai“ und der „Zombie“ haben spirituell viel vom Test Pilot übernommen; ebenfalls von Donn Beach, aber jeder mit einer eigenen Art, die exotischen Aromen zu kombinieren und dabei den Rum als Protagonisten zu nutzen.

Eine Wikipedia-Seite gibt es speziell für den Test Pilot nicht, jedoch findest du dort einen Artikel zur Tiki-Kultur, die diesen Cocktail geboren hat: Wikipedia – Tiki-Kultur.

Nur ein letzter Gedanke: Wenn du den ersten Test Pilot deines Lebens trinkst und auf einmal das Gefühl hast, kurz vor dem Abheben zu stehen, machst du alles richtig. Just relax and enjoy! 🍹

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