Batanga

Batanga

Batanga Cocktail – Kurz und Knapp:

  1. Einen Longdrink-Glas (Highball) mit Eiswürfeln füllen.
  2. 50 ml Tequila (am besten Blanco) hinzufügen.
  3. Den Saft einer Limette frisch darüber ausdrücken.
  4. Mit Cola auffüllen (ca. 120–150 ml).
  5. Alles gut umrühren, klassisch mit einem langen Messer (oder einem Barlöffel).

Das war’s! Dein Batanga ist bereit.


Detaillierte Tipps zum Cocktail:

Jetzt zu den Feinheiten, die die Kunst eines wirklich guten Batanga ausmachen:

  1. Tequila-Auswahl: Klassisch wird der Batanga mit einem guten Blanco-Tequila zubereitet – also einem, der unverändert und ohne lange Fasslagerung direkt abgefüllt wird. Du wirst den Unterschied zwischen billigem, industriell produzierten Tequila und einem handwerklichen Blanco-Tequila nicht übersehen (also schmecken). José Cuervo? Klar, kann man machen, aber es gibt strukturiertere Optionen.

  2. Die Limette: Frisch ist das Zauberwort. Verabschiede dich von der Idee, Limettensaft aus der Flasche zu verwenden – es nimmt dem Drink genau die Frische, die ihn ausmacht. Ein Trick, den ich immer gerne anwende: Rolle die Limette vor dem Schneiden kräftig auf der Arbeitsfläche, damit sie noch saftiger wird. Und wenn du festere Limetten findest, nimm die – sie enthalten tendenziell weniger Bitterstoffe.

  3. Cola: Hier gibt es erstaunlich unterschiedliche Geschmäcker. Ein Klassiker ist Coca-Cola (ist irgendwie naheliegend), aber ich habe auch schon Mischungen mit alternativen Colas probiert – interessante Geschmacksprofile, aber puristisch bleibt man eher beim Original.

  4. Das Rührwerkzeug: Ein Lieblingsdetail der Batanga-Fans: Du rührst den Drink nicht einfach mit einem Löffel, sondern idealerweise mit dem Messer, mit dem du die Limette geschnitten hast. Eigentlich ein schönes Detail, das dem Drink eine persönliche Note und eine gewisse Geschichte verleiht. Sollte kein Messer in deiner Nähe sein, geht natürlich auch ein Löffel, aber hey – wir sind doch hier nicht im Schnellimbiss, oder?

  5. Eis & Glas: Viel Eis, das ist der Schlüssel. Kein lauwarmes Zeug! Und achte darauf, ein hohes, schlankes Glas zu wählen (Highball), da das Verhältnis von Tequila, Limette und Cola bei einem anderen Glasprofil nicht so ausgewogen funktioniert.


Geschichte und Hintergrund des Batanga:

Jetzt, wo du deinen Batanga in der Hand hältst, kommen wir zur Geschichte – denn es gibt kaum etwas Schöneres, als einen Drink mit einer guten Story zu genießen.

Der Batanga wurde angeblich in den 1950er Jahren von Don Javier Delgado Corona, dem Besitzer der Bar „La Capilla“ in Tequila, Jalisco, Mexiko, „erfunden“. La Capilla, was übrigens „die kleine Kapelle“ bedeutet, ist eine bescheidene Bar und Treffpunkt, die sowohl Einheimische als auch Touristen willkommen heißt. Don Javier hat den Drink auf den Namen „Batanga“ getauft, wohl nach einem besonders robusten Typen, der oft die Bar besuchte – und so wurde der Drink geboren, den du gerade in der Hand hast.

Die Ursprünge des Batanga sind ziemlich bodenständig – so wie viele der besten Cocktails. Er besteht aus sehr einfachen Zutaten, die in fast jeder mexikanischen Kneipe zu finden sind, und ist sowohl erfrischend als auch unkompliziert. Interessant ist auch, dass der Batanga geschmacklich eng mit anderen Tequila-basierten Cocktails verwandt ist, wie dem Tequila & Coke, aber durch die frische Limette und das spezifische Mischritual seine eigene Identität bekommt.

Verwandte Cocktails: Der Batanga erinnert natürlich auch an den Rum-Klassiker Cuba Libre, der ebenfalls auf der Kombination von Zitrusfrüchten und Cola basiert. Ein anderer Verwandter ist der Charro Negro, der in Mexiko ebenfalls ziemlich beliebt ist und im Wesentlichen aus Tequila und Cola besteht – allerdings ohne Limette. Du siehst also, der Batanga spielt im „Team Cola“, aber mit einer exquisiten mexikanischen Note.

Falls dich an dieser Stelle noch mehr zur Geschichte um Don Javier und den Batanga interessiert, gibt es leider (noch) keine dedizierte Wikipedia-Seite zum Batanga selbst, aber La Capilla ist erwähnenswert: Die Bar, in der er entstanden ist, wurde von der „50 Best Bars“ Liste als eine der legendärsten Bars der Welt anerkannt. Vielleicht machst du ja selbst mal einen Abstecher dahin? Stell dir vor, du könntest das Messer, mit dem Don Javier gerührt hat, selbst in die Hand nehmen.

In der Zwischenzeit: Prost, amigo! Möge dein Batanga ebenso legendär sein wie die Bar, aus der er stammt.

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