Mexican Firing Squad

Mexican Firing Squad

Anleitung für den „Mexican Firing Squad“

Kurzrezept:
– 60 ml Tequila
– 22 ml Limettensaft
– 15 ml Grenadine
– 2 Dashes Angostura Bitters
– Sparkling Water (optional)

Alle Zutaten in einen Shaker mit Eis geben und kräftig schütteln. In ein gekühltes Glas abseihen, das mit Eis gefüllt ist. Nach Wunsch mit Soda auffüllen und mit einem Limettenrad oder einer Kirsche garnieren.


Detaillierte Tipps für die Zubereitung

So, jetzt lass uns das Ganze mal genauer unter die Lupe nehmen. Ein Cocktail wie der Mexican Firing Squad steht und fällt mit der Qualität der Zutaten. Der Tequila bildet das Rückgrat – hier empfehle ich, einen sauberen Blanco-Tequila zu verwenden. Der bringt die nötige Frische und ein bisschen Aggressivität (im besten Sinne) mit.

Limettensaft? Frisch gepresst, immer. Kein gekaufter Saft aus der Flasche, der ist entweder zu scharf oder zu unecht. Limetten sind doch zum Glück günstig und mit einer vernünftigen Zitruspresse hast du das auch in Nullkommanix erledigt.

Die Grenadine ist tricky. Bitte, bitte keine Mischung, die aus High-Fructose-Sirup und künstlichen Färbemitteln besteht. Du kannst hier entweder eine hochwertige Grenadine kaufen oder – noch besser – einfach selbst machen. Ein halbwegs simple Saft-zu-Zucker-Mischung und fertig ist die hausgemachte Grenadine. Das bringt nicht nur mehr Balance in den Drink, sondern verpasst ihm auch die gewünschte Färbung, ohne zu süß zu werden.

Die Angostura Bitters sind dein Joker. Zwei Dashes reichen, um dem Drink Tiefe und Komplexität zu verleihen. Ihre Kräuternoten kontern die Fruchtigkeit der Grenadine perfekt.

Wenn du am Ende das Ganze mit Soda toppen möchtest – mach das ruhig, aber achte auf die Menge. Zu viel und du hast am Ende einen Tequila-Sprudel; nicht genug Schnappes lässt die feinen Aromen ertrinken. Tipp: Nur einen leichten Spritzer, gerade so, dass es etwas sprudelt.

Zu guter Letzt ist die Garnierung Geschmackssache. Ein Limettenrad oder sogar eine Amarena-Kirsche könnte das gewisse Extra liefern, aber übertreib es nicht. Halte es einfach und elegant, damit der Drink im Mittelpunkt bleibt.


Herkunft und verwandte Cocktails

Der Mexican Firing Squad ist ursprünglich in den 1930er Jahren entstanden, und zwar im legendären La Cucaracha Bar in Mexiko-Stadt. Klingt abenteuerlich, oder? Tatsächlich ist das einer dieser klassischen Tequila-Cocktails, die mehr Beachtung verdienen. Vielleicht ist der Name etwas martialisch – der Drink ist aber alles andere als das! Der „Shooting“-Teil des Namens bezieht sich wohl eher auf die scharfen Tequila- und Limettennoten, die dir beim ersten Schluck fast wie eine Kugel in den Gaumen treffen.

Wenn es um verwandte Cocktails geht, wirfst du am besten einen Blick auf den Tequila Sunrise, der ebenfalls eine Kombination aus Tequila und Grenadine enthält – nur weniger bitters und dafür noch Orangensaft. Auch der Paloma ist ein guter Bekannter, wenn du mit Tequila und einem prickelnden Finish (hier durch Grapefruitlimonade) experimentieren möchtest. Beide Drinks gehören in die Familie der spritzigen Tequila-Drinks, aber der Mexican Firing Squad hat unter all diesen den stärksten Punch.

Es gibt noch keine eigene Wikipedia-Seite für den Mexican Firing Squad, aber falls du einem Cocktail-Geek über den Weg läufst, kannst du ihm die Geschichte ja mit einem selbstbewussten Lächeln auftischen. Er wird garantiert beeindruckt sein!

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