Bee’s Knees

Bee's Knees

Bee’s Knees – Kurz & Knapp

Rezept:

  • 60 ml Gin
  • 22,5 ml frischer Zitronensaft
  • 22,5 ml Honigsirup (1 Teil Honig, 1 Teil Wasser)
  1. Alle Zutaten in einen Shaker mit Eis geben.
  2. Kräftig schütteln (ca. 15 Sekunden).
  3. In ein gekühltes Cocktailglas abseihen.
  4. Nach Belieben mit Zitronenzeste oder einem Rosmarinzweig garnieren.

Tipps & Tricks für den perfekten Bee’s Knees

Zunächst einmal: Der Gin ist hier der Star! Du solltest also einen Gin wählen, den du selbst gerne trinkst, aber nicht zu fancy – der Honig würde subtile Aromen eh überdecken. Ein guter, klassischer London Dry Gin oder ein floraler Gin funktioniert ausgezeichnet. Ein Gin mit kräftigen Wacholder-Noten verleiht dem Drink Struktur, während ein floraler oder zitruslastiger Gin die Frische des Zitronensafts optimal ergänzt.

Der Honigsirup wiederum bestimmt das Geschmacksprofil enorm. Achte darauf, nicht einfach nur puren Honig zu verwenden. Warum? Weil sich Honig sonst nur schwer im kalten Cocktail auflöst, was zu einer unangenehmen Textur und unregelmäßigem Geschmack führen könnte. Um das Problem zu umgehen, machst du einen einfachen Sirup aus 1 Teil Honig und 1 Teil heißem Wasser (Verhältnis kann je nach Duft- und Süßkraft des Honigs angepasst werden) – und voilà, du bekommst einen feinen, leicht dosierbaren Sirup.

Der Zitronensaft sollte – wie bei fast allen Cocktails – frisch gepresst sein. Nichts gegen das Zitronenkonzentrat aus der Billigflasche, aber das Zeug hat nichts in deinem Shaker verloren! Fresh is king.

Wenn du beim nächsten Mal experimentieren möchtest, kannst du Rosmarin oder Lavendel in den Honigsirup einziehen lassen. Diese Kräuter fügen eine spannende Dimension hinzu, die den floralen und süßen Charakter noch verstärken.

Kleine Anmerkung noch zur Serviertemperatur: Der Bee’s Knees profitiert ungemein von einem eiskalten Finish. Wenn du dein Cocktailglas vor dem Mixen im Froster kühlst, kann das den Unterschied zwischen „nett“ und „wow“ machen.

Zum Shaken: Klar, es ist Bewegungsarbeit, aber denk dran, den Cocktail nicht nur zwei, drei Mal da umzuschütteln. Gib wirklich Energie hinein, wie beim letzten Satz einer Brustübung im Fitnessstudio – ca. 10 bis 15 Sekunden kräftig schütteln. Der Honigsirup wird es dir danken, wenn er sich ordentlich mit allen anderen Zutaten vermählt.


Herkunft & Verwandte Cocktails

Der Bee’s Knees ist mehr als nur ein Cocktail; er ist ein Stück Geschichte. Ursprünglich in den 1920er Jahren während der Prohibition entstanden, wurde er von Bartendern kreiert, um den unsagbar schlechten Gin, den man damals oft erwarb, ein wenig erträglicher zu machen. Der Honig diente vor allem dazu, den harten Alkoholgeschmack zu mildern und ihn zugänglicher zu machen. Der Ausdruck „bee’s knees“ (wörtlich: „die Knie der Biene“) war damals eine slanghafte Bezeichnung für etwas, das besonders gut oder cool war. Ein „craze“, der sich durchaus mit heutigen Memes oder Jugendwörtern vergleichen lässt.

Ein sehr eng verwandter Cocktail ist der „Gin Sour“, denn beide nutzen Gin, Zitrone und Zucker (oder eben Honig) als zentrale Punkte. Der Bee’s Knees unterscheidet sich allerdings durch den Honig, der dem Cocktail zusätzliche Wärme und Komplexität verleiht. Ein weiterer Verwandter wäre der „Honey Bee“, der jedoch Rum anstatt Gin verwendet und somit eine völlig andere Basis hat, obwohl Honig ebenfalls im Mittelpunkt steht.

Nebenbei bemerkt: Gerade die Renaissance der „craft cocktails“ hat dem Bee’s Knees zu neuer Popularität verholfen, weil er so gut mit den modernen, hochwertigen Gins der kleinen Brennereien harmoniert.

Falls du mehr in die Tiefe gehen möchtest, gibt es einen Artikel auf Wikipedia über den Bee’s Knees Cocktail.

Fun Fact zum Abschluss: Angeblich war der Bee’s Knees Eleanor Roosevelt’s Lieblingscocktail. Wer hätte gedacht, dass die First Lady so stilvoll in den Abend startete?

Und jetzt – Prost!

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