Kurzanleitung für den Woo Woo Cocktail
Zutaten:
– 4 cl Wodka
– 4 cl Pfirsichlikör (z.B. Peach Schnaps)
– 12 cl Cranberrysaft
Zubereitung:
Alles zusammen in ein mit Eis gefülltes Longdrinkglas geben, kurz umrühren – und schon fertig!
Tipps vom Experten für den perfekten Woo Woo
Du hast es also schon einmal geschafft, das Grundrezept durchzusehen. Angenommen, du stehst jetzt in der Küche mit einer Flasche Wodka und ein paar hochgezogenen Augenbrauen, habe ich hier ein paar vertiefende Hinweise und Tipps zum Woo Woo, damit du auch als Cocktail-Profi glänzen kannst.
Qualität der Zutaten
Es mag verlockend sein, den günstigsten Wodka aus der untersten Supermarkt-Stelle zu greifen – aber glaub mir, der Woo Woo ist ein einfacher Drink, und die Qualität der wenigen Zutaten kann einen spürbaren Unterschied machen. Ein mittelmäßiger Wodka funktioniert durchaus, aber wenn du einen smoothen, hochwertigen Wodka wählst, wirst du den Unterschied schmecken.
Das Gleiche gilt eigentlich auch für den Pfirsichlikör. Es gibt billigere Varianten, die oft extrem süß und künstlich schmecken. Am besten entscheidest du dich für einen Pfirsichlikör, der fruchtig ist, ohne dabei zu so heftig nach Chemielabor zu schmecken. Falls du deine kreativen Muskeln spielen lassen möchtest, gibt es übrigens auch Frische-Varianten, bei denen man den Saft von frischen Pfirsichen verwendet. Aber das ist dann gesagt… extra Aufwand.
Eis — Der unterschätzte Held
Ein Punkt, der zu oft unterschätzt wird: Eis. Verwende schöne, große, feste Eiswürfel. Je kleiner die Eiswürfel, desto schneller schmilzt das Eis und verdünnt deinen Drink – niemand will eine wässrige Suppe im Glas. Große Eiswürfel schmelzen langsamer, kühlen den Drink ordentlich runter und halten länger.
Mixen oder Schichten?
Traditionell wird ein Woo Woo einfach gemixt, alles zusammen in ein Glas und gerührt, oder ein paar Schwingungen in einem Boston Shaker. Aber… wenn du Freunde beeindrucken möchtest (oder einfach gerade Lust auf etwas Optik-Optimierung hast), kannst du mit den Dichte-Unterschieden der Zutaten spielen und den Drink schichten. Wodka zuerst, dann ganz vorsichtig den Pfirsichlikör und zuletzt den Cranberrysaft. Sieht schick aus – und schmeckt trotzdem lecker.
Alternatives Servieren
Klassischerweise wird der Woo Woo in einem Highball- oder Longdrinkglas serviert. Aber sei nicht schüchtern, probiere doch auch mal Varianten in einem Tumbler oder sogar in einem stilvollen Martiniglas (extra Schick!).
Die Geschichte und Verwandtschaft des Woo Woo Cocktails
Ganz ehrlich? Die genaue Herkunft des Woo Woo Cocktails ist ein bisschen undurchsichtig – wie eine gute Kriminalgeschichte aus einem alten Buch. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass der Drink in den 1980er Jahren irgendwo in den Bars der USA entstanden ist. Die Cocktail-Szene war damals stark von fruchtigen, süßen Drinks geprägt (man denke nur an die Piña Colada oder den Mai Tai), und der Woo Woo ordnet sich da nahtlos ein. Man kann ihn als leichtgewichtigen Verwandten des Sex on the Beach betrachten, für den du einfach zusätzlich Orangensaft hinzufügen und die Cranberrysaft-Menge etwas anpassen würdest.
Die Peach Schnaps-Bewegung ist eine der wenigen Trends, die aus den 80ern unvergessen geblieben sind und der Woo Woo hat es dank seiner Frische und Leichtigkeit ebenfalls geschafft, die Zeiten zu überdauern. Während die 80er vielleicht gänzlich in Neon und Schulterpolstern gehüllt waren, bieten heutige Bars meist schlichtere Versionen dieses Klassikers an.
Interessanterweise wird der Woo Woo heute oft als Partygetränk gemixt, da er unkompliziert und kostengünstig in größeren Mengen herzustellen ist. Vielleicht sind die vielen Sommer BBQs oder College-Partys der letzten Jahrzehnte dafür verantwortlich, dass der Woo Woo nie ganz aus der Mode gekommen ist.
Falls du dich auch noch ein wenig tiefer in die Verwandtschaft einarbeiten möchtest: Der erwähnte Sex on the Beach ist quasi der „große Bruder“ des Woo Woo und ein direkter Verwandter. Ähnlich aufgebaut, aber eben mit einer zusätzlichen Orangensaft-Komponente – probier’s mal aus, wenn du abwechslungslustig bist.
Leider gibt es für den Woo Woo (noch) keinen eigenen Wikipedia-Eintrag, aber der Sex on the Beach hat einen:
Sex on the Beach auf Wikipedia.
So einfach kann ein Cocktail wie der Woo Woo zu deinem treuen Begleiter für entspannte Abende oder Party-Hits werden. Vielleicht hast du wie so viele Menschen deine erste Begegnung mit einem Woo Woo auf einer Studentenparty gehabt oder zum ersten Mal an einer sonnigen Strandbar bestellt – wo auch immer es war, eines ist sicher: Der Woo Woo bleibt in guter Erinnerung!











