Illegal

Illegal

Kurzanleitung für den Cocktail „Illegal“:

  1. 4 cl Mezcal
  2. 2 cl Zuckersirup
  3. 2 cl frischer Limettensaft
  4. Ein Spritzer Angostura Bitter
  5. 2-3 Minzblätter

Alles in einem Shaker mit Eis gut schütteln. In einen Tumbler mit Eis abseihen. Minzblätter als Garnitur hinzufügen. Fertig.


Detaillierte Tipps für den Cocktail „Illegal“:

  1. Mezcal-Wahl: Achte darauf, einen gut balancierten Mezcal zu verwenden – am besten einen mit nicht allzu intensiver Rauchnote, damit die anderen Zutaten nicht untergehen. Ein Mezcal mit milder Rauchigkeit, der eher fruchtige und erdige Nuancen mitbringt, passt hier besser. Jüngere Mezcals (also „Joven“) eignen sich meist hervorragend, weil sie die Limette und den Sirup nicht zu sehr überdecken.

  2. Zuckersirup: Selber machen ist hier, so ehrlich muss ich sein, fast immer besser. Ein einfacher Zuckersirup im Verhältnis 1:1 aus Wasser und Zucker (kurz aufkochen) funktioniert perfekt. Wenn du besonders experimentierfreudig bist, kannst du auch einen Agavensirup verwenden – der passt thematisch schön zur Agave im Mezcal.

  3. Limettensaft: Immer frisch gepresst, das versteht sich von selbst, oder? Nichts ruiniert einen Cocktail so schnell wie fertiger Saft aus der Flasche. Am besten schmeckst du die Säure gegen die Süße des Zuckersirups ab, bevor du alles schüttelst. Es geht hierbei um Balance!

  4. Angostura Bitter: Der Spritzer Angostura funktioniert hier wie ein Salz in der Suppe. Nicht zu viel, aber gerade genug, um die Aromen noch etwas mehr zu strukturieren und Tiefe reinzubringen. Achte darauf, dass du nicht zu großzügig damit umgehst.

  5. Minzblätter: Die Minze dient in erster Linie der Dekoration und als Aroma-Anreicherung (durchs Einatmen der Duftstoffe), schränke sie also in der Menge ein. Wenn du die Blätter zuvor leicht zwischen den Händen klatschst, aktivieren sich die ätherischen Öle und die Minze riecht intensiver.

  6. Eis: Dieser Cocktail sollte kühl, aber nicht übermäßig verdünnt serviert werden. Verwende also am besten große Eiswürfel anstelle von kleinem Crushed Ice. Je langsamer das Eis schmilzt, desto länger bleibt das Aromenprofil des Cocktails stabil.

  7. Geschmacklicher Twist: Wenn du den Mezcal extra hervorheben möchtest, könntest du die Ränder des Glases vorher mit einer Limette abreiben und in Räuchersalz tauchen. Das verpasst dem Drink zusätzlichen mexikanischen Flair.


Die Geschichte des „Illegal“ und verwandte Cocktails:

Der „Illegal“ trägt nicht ohne Grund seinen provokanten Namen. Er ist insgesamt als moderner Mezcal-Drink entstanden, in einer Zeit, als Mezcal gerade wieder anfing, international populär zu werden – ungefähr ab den frühen 2000er-Jahren. Der Name bezieht sich auf die Vergangenheit des Mezcals selbst: Traditionell wurde Mezcal oft illegal im ländlichen Mexiko aus Agave destilliert und in kleinen Chargen verkauft, abseits der strengen Regularien für Tequila.

Die wachsende Beliebtheit des Mezcals als rauchige, erdige Alternative zum bekannteren Tequila war quasi der Nährboden für Cocktails wie den Illegal, der den puristischen Charakter des Damengetränks „Margartia“ zu neuen Höhen bringt. Wer also die frischen Limetten- und Minzaromen von Drinks wie einer Margarita oder einem Mojito mag, wird den rauchigen Twist des Illegal lieben.

Noch ein interessanter Fun-Fact: Der Name „Illegal“ ist möglicherweise inspiriert vom Spirituosenanbieter Ilegal Mezcal, der den Mezcal-Hype mit angeführt hat. Dieses Unternehmen spielte mit dem Rebellenimage und vertrieb seine Produkte teilweise unter gefährlich-abenteuerlichen Bedingungen von Guatemala aus, bevor es legal wurde.

Wenn du also ursprünglich die Margarita liebst, aber auf der Suche nach einem gehaltvolleren, komplexeren Erlebnis bist, bietet der „Illegal“ eine ideale Eskalationsstufe – im positiven Sinn natürlich. Und wer komplett eintauchen möchte, sollte sich auch Cocktails wie den „Mezcal Negroni“ oder „Oaxaca Old Fashioned“ anschauen, da sie ähnliche Genussprofile haben.

Wikipedia-Seite zu Mezcal: Mezcal auf Wikipedia

Ich hab mit dem Illegal jedenfalls schon den ein oder anderen Cocktail-Abend eröffnet, und die Begeisterung reicht oft bis zum letzten Glas. Vertrau mir, der Rauchgeschmack im richtigen Verhältnis bringt Spannung aufs Tablett!

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