Mezcal Negroni – Schnelle Zubereitung:
Gib 30 ml Mezcal, 30 ml roten Wermut und 30 ml Campari auf Eis in ein Rührglas. Rühre kräftig um und seihe den Drink in ein mit frischen Eiswürfeln gefülltes Glas (idealerweise ein Tumbler). Garniere mit einer Orangenzeste. Fertig.
Detaillierte Tipps zum Mezcal Negroni:
Wenn du noch etwas tiefer einsteigen möchtest – und wer möchte das bei einem guten Drink nicht – hier sind ein paar Feinheiten, die den Mezcal Negroni richtig glänzen lassen können:
- Der Mezcal:
Wähle deinen Mezcal sorgfältig aus. Mezcal kommt in einer unglaublichen Vielfalt daher – von rauchig bis floral. Für einen Negroni solltest du darauf achten, einen Mezcal zu wählen, der genug Rauch und Tiefe mitbringt, ohne den Rest des Cocktails komplett zu dominieren. Espadín-Mezcal ist eine gute Wahl, weil er oft eine ausgewogene Mischung aus Rauch und Süße hat. Wenn du experimentieren willst, kannst du auch Mezcals mit komplexeren Agavensorten ausprobieren. - Der Rührvorgang:
Das Rühren mit Eis sorgt dafür, dass der Cocktail gekühlt wird, ohne zu stark verwässert zu werden. Die Kunst dabei: gerade so lange rühren, bis sich der Drink gut mit den Eiswürfeln verbunden hat, ohne den Cocktail aufzuweichen. Wie stark du verdünnst, sollte von deinem Mezcal abhängen: Ein wuchtig rauchiger Mezcal darf ruhig etwas mehr Eiszeit bekommen. -
Cut the Sweet:
Campari bringt natürlich diese Bitterkeit, die den Negroni so ikonisch macht. Der rote Wermut liefert eine süße Note. Doch im Gegensatz zum klassischen Gin neigt Mezcal dazu, sich gegen zu süße Zutaten zu wehren. Hast du das Gefühl, dein Drink kippt ins Süßliche? Dann probiere einen trockneren Wermut oder reduziere den Wermut-Anteil leicht. Ein zusätzlicher Tropfen Angostura-Bitter könnte ebenfalls helfen, die Balance zu verbessern. -
Eis, Eis, Baby:
Wenn du den Mezcal Negroni wirklich auf das nächste Level bringen willst: Arbeite mit großem, klarem Eis. Warum? Weil größere Würfel langsamer schmelzen und du deinen Drink somit länger in der perfekten Balance zwischen Kälte und unverwässertem Genuss halten kannst. -
Die Orangenzeste als Krönchen:
Zeste ist nicht gleich Zeste. Achte darauf, die äußere Schale der Orange nur leicht anzusehen und sie dann über dem Glas zu pressen, damit die ätherischen Öle nach unten spritzen. Diese Öle liefern den Kick und die Frische, die den rauchig-herben Cocktail abrunden.
Die Geschichte & Herkunft des Cocktails:
Der Mezcal Negroni ist, wie der Name schon verrät, eine Abwandlung des klassischen Negronis. Der ursprüngliche Negroni wurde um 1919 in Florenz (Italien) erfunden und geht auf den Grafen Camillo Negroni zurück. Die Geschichte besagt, dass er nach einem stärkeren Drink fragte, als der Barkeeper ihm einen Americano servierte, was dazu führte, dass Gin anstelle von Sodawasser hinzugefügt wurde. Voilà, der Negroni war geboren. Es ist einer dieser Drinks, der sich durch seine robuste Einfachheit direkt im Gedächtnis festsetzt – drei einfache Zutaten in gleichem Verhältnis gemischt: Gin, Campari und roter Wermut.
Aber was passiert, wenn du den Gin durch Mezcal ersetzt? Plötzlich bist du nicht mehr in der florentinischen High Society, sondern eher auf den sonnenverbrannten Agavenfeldern Mexikos. Dieser Twist holt den Negroni aus seiner italienischen Komfortzone und packt ihn in etwas deutlich Wilderes, Offeneres. Mit dem rauchigen Mezcal steckst du gleich viel Abenteuer und Unberechenbarkeit in denselben Cocktail.
Ähnlichkeiten und Verwandte des Cocktails? Klar, der Boulevardier verdient eine Erwähnung. Dabei ersetzt Bourbon den Gin, was die Sache insgesamt weicher und runder macht – und auch weniger bitter im Finish. Der Mezcal Negroni hingegen bleibt trotz allem ein wilder Bursche, vielleicht etwas ungezähmter, aber dafür ehrlicher.
Und für den Geschichtsfreak in dir: Es gibt tatsächlich eine sehr ausführliche Wikipedia-Seite über den klassischen Negroni und seine Varianten, die du hier finden kannst.
Also, jetzt, wo du die Grundlagen und etwas historisches Wissen in der Tasche hast, bleibt nur noch eins zu sagen: Salud!







