Between the Sheets

Between the Sheets

Zubereitung des „Between the Sheets“ Cocktails:

Zutaten:
– 30 ml Cognac
– 30 ml weißer Rum
– 30 ml Triple Sec (z.B. Cointreau)
– 15 ml frischer Zitronensaft
– Eiswürfel

Zubereitung:
Alle Zutaten zusammen mit Eis in einen Shaker geben. Kräftig schütteln, bis das Mixingglas kalt wird. In ein gekühltes Cocktailglas abseihen und ohne Garnitur servieren.


Detaillierte Tipps für den perfekten „Between the Sheets“:

Jetzt kommen wir zu den Feinheiten, die jeden „Between the Sheets“ hervorstechen lassen könnten – und das ist nicht mal schwer. Es liegt einfach in den kleinen Nuancen.

1. Qualität der Hauptzutaten:
Der „Between the Sheets“ basiert auf Cognac und Rum – und hier kommt es auf Geschmackstiefe an. Verwende einen gereiften Cognac (VSOP oder darüber), der eine gewisse Komplexität mitbringt, ohne die übrigen Komponenten zu erdrücken. Ein junger Rum kann schon passen, aber darf nicht zu aggressiv sein. Weißer Rum bringt Leichtigkeit, aber bei zu hohem Alkoholgehalt könnte er den Balanceakt des Drinks zerstören.

2. Triple Sec:
Es mag verlockend sein, bei einem Triple Sec zu einem günstigen Produkt zu greifen – schließlich steuert er nur eine süße Orangennote bei, oder? Falsch gedacht! Ein hochwertiger Triple Sec wie Cointreau liefert weit mehr als nur Süße. Die ätherischen Öle der Orangenschalen geben dem Mix Tiefe und sorgen dafür, dass der Drink nicht „klebrig“ wirkt, sondern frisch und elegant.

3. Zitronensaft:
Hier hilft frisches Pressen. Zitronensaft darf niemals industriellen Honigbrühenweichen überlassen werden – was ja irgendwie logisch ist, oder? Frangelico oder Amaretto (Spaß bei Seite). Frisch gepresst bringt Zitronensaft die nötige Säure, die das cremige Gewicht des Cognacs und die Süße von Triple Sec ausgleicht.

4. Eiskalt shaken!
Unterschätze nie den richtigen Einsatz von Eis. Der Drink sollte gut gekühlt sein, aber durch zu viel Verdünnung wird er verwässert. Deshalb gilt manchmal: kürzer intensiv shaken, nicht bis zur Unendlichkeit.

5. Glaswahl:
Entweder setzt du auf ein klassisches Cocktailglas oder einen Coupé. Wichtig ist jedoch: Das Glas sollte vorgekühlt sein. Den ersten Schluck aus einem perfekt temperierten Glas zu nehmen, fühlt sich einfach richtig an – probier’s selbst aus, wenn du Zeit für Detailverlorenheit findest.


Herkunft und verwandte Cocktails:

Man sagt, der Between the Sheets wurde in den 1920er- oder 1930er-Jahren geboren. Ursprünglich war es die Kreation eines Barkeepers des Carlton Hotels in London. Der Drink ist im Wesentlichen eine Variation des berühmten Sidecar, der ebenfalls Cognac, Zitronensaft und Triple Sec beinhalten, jedoch ohne den Rum. Man könnte sagen, der Rum hat dem „Between the Sheets“ eine verwegene Note hinzugefügt – als wollte er ein bisschen mehr Unfug reinbringen.

Und was der Name betrifft… nun, ja, den haben vermutlich findige Barkeeper mit einem verschmitzten Lächeln vergeben. Dazu musst du dir wahrscheinlich nicht viel erklären lassen. Man munkelt, der Drink sei nicht nur so samtig im Geschmack, sondern auch die Abbruchkante zu einem spannenden Abend – aber das überlasse ich deiner eigenen Fantasie.

Der enge Verwandte des Sidecar ist also hier tonangebend, aber auch bei anderen klassischen Drinks mit Triple Sec, Cognac, und Rum, wie etwa dem Mai Tai oder Rum Sidecar, gibt es verständliche Parallelen. Zwischen diesen Cocktails spielen Tradition und eine gewisse Experimentierfreudigkeit immer wieder Pingpong.

Es scheint keine dedizierte Wikipedia-Seite zum Between the Sheets zu geben, aber über den Sidecar kannst du mehr hier nachlesen, wo du auch interessante historische Fakten herausfindest.

Natürlich ist es immer faszinierend zu sehen, wie ein Cocktail über die Jahrzehnte seinen eigenen Charakter entwickelt hat. Manche Drinks sind stur nostalgisch, während andere längst aus unserem Glas geflossen sind. Der Between the Sheets bleibt irgendwo dazwischen: klassisch, raffiniert, aber mit subtilem, fast spielerischem Touch – genau richtig für einen Kenner, der nicht nur Standard-Fare servieren will.

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