Kurzanleitung zur Zubereitung des Brandy Manhattan:
Zutaten:
– 60 ml Brandy
– 30 ml roter Wermut (Sweet Vermouth)
– 2 Spritzer Angostura Bitters
– Kirsche oder Zitronenschale zur Garnitur
Zubereitung:
1. Brandy, Wermut und Angostura Bitters zusammen mit Eis in einem Rührglas gut verrühren.
2. Den Cocktail in ein gekühltes Martini-Glas abseihen.
3. Mit einer Kirsche (klassisch) oder einem Stück Zitronenschale für ein frisches Aroma garnieren.
Fertig. Einfach, oder? 🍸
Detailierte Tipps:
Falls du gerade erst mit Cocktails experimentierst, ist der Brandy Manhattan eine solide Grundlage – klassisch, aber mit einem Twist durch den Brandy statt Whisky.
- Die Wahl des Brandys: Hier kommt es wirklich auf die Qualität an. Brandy hat die Aufgabe, den Cocktail zu tragen, also solltest du nicht den billigsten nehmen. Such dir einen guten VS oder VSOP. Zu viel Komplexität durch einen XO übertönt vielleicht eher, als dass es unterstützt. Du willst ja immer noch die Balance zwischen dem süßen Wermut und dem Bitter im Cocktail behalten.
- Wermut ist nicht gleich Wermut: Vermouth scheint oft wie ein Nebendarsteller, aber hier macht er einen enormen Unterschied. Qualität spielt auch hier eine Rolle, und du solltest Flaschen nicht zu lange offen stehen lassen (Wermut oxidiert schnell!). Ein frischer, gut balancierter italienischer roter Wermut wäre eine ideale Wahl. Carpano Antica ist ein persönlicher Favorit – bringt ein bisschen Tiefe und Schärfe rein.
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Eis: Verwende ordentliches, festes Eis, um den Cocktail richtig zu rühren. Hier kommt die Textur ins Spiel – zu viel Schmelzwasser verwässert den Drink, unsauberes Eis stört die Aromen. Übertreibe es nicht beim Rühren, etwa 30-40 Sekunden reichen.
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Das Glas: Die richtige Temperatur für den Cocktail ist entscheidend. Am besten genießt du ihn in einem vorgekühlten Glas. Einfach vorher mal kurz ins Gefrierfach legen. So bleibt dein Drink auch länger auf der richtigen Temperatur.
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Garnitur-Abwägung: Kirsche oder Zitrone, das ist hier die Frage! Beide Versionen haben ihren eigenen Reiz. Wenn du es klassisch magst – wie traditionell beim Manhattan – nimm die Kirsche. Wenn du aber ein bisschen Frische reinbringen willst, funktioniert eine Zitronenschale wunderbar. Drücke sie über deinem Glas aus, damit die ätherischen Öle austreten, und es gibt noch mal eine andere, fruchtige Dimension.
Geschichte und Herkunft des Brandy Manhattan:
Der Brandy Manhattan ist eine Variation des klassischen Manhattan, welcher eigentlich mit Rye Whiskey zubereitet wird. Der Manhattan selbst gehört zu den „Ur-Cocktails“ und blickt auf eine wirklich interessante (und manchmal auch umstrittene) Entstehungsgeschichte zurück. Er wurde mutmaßlich in den 1870er Jahren im Manhattan Club in New York erfunden – und ja, daher kommt auch der Name. Die Geschichte besagt, dass ein solch außergewöhnlicher Drink unbedingt einen bleibenden Namen brauchte. Und so musste die Insel herhalten.
Über die Jahre hinweg entstanden verschiedene Abwandlungen, und hier kommt der Brandy Manhattan ins Spiel. Während des Verbots in den 1920er-Jahren in den USA (Prohibition) wurde Brandy, besonders französischer Cognac, als Ersatz für den in den USA knapp werdenden Whiskey verwendet. Diese charmante „Notlösung“ hat sich dann als etablierte Variante gehalten.
Ein verwandter Cocktail ist übrigens der Martinez, der als Vorläufer des Martini gilt und auch mit Wermut und Bitters arbeitet, jedoch oft Gin statt Brandy verwendet. Ein weiterer Verwandter ist der Rob Roy, der im Grunde ein Manhattan mit Scotch Whisky ist.
Die Wikipedia-Seite zum klassischen Manhattan Cocktail findest du übrigens hier: Manhattan (Cocktail) – Wikipedia.
Mit diesen Grundlagen kannst du tief in die Welt der Cocktails eintauchen oder mal ein kleines Experiment wagen. Hast du vielleicht sogar Lust, den Brandy gegen einen Cognac zu tauschen oder einmal mit einem exotischeren Bitters zu spielen? Die Möglichkeiten sind schier endlos.











