Kurzes Rezept für den Tom and Jerry
- 1 Ei (getrennt)
- 1 EL Zucker
- 30 ml Brandy
- 30 ml Rum
- 120 bis 150 ml heiße Milch (oder heißes Wasser)
- Muskatnuss als Garnitur
Zubereitung: Eiweiß steif schlagen und Eigelb mit dem Zucker verrühren. Beides vorsichtig vereinen, Brandy und Rum untermischen. Mit heißer Milch (oder Wasser) aufgießen und mit etwas Muskatnuss bestäuben. Sofort servieren.
Detailierte Tipps für den Tom and Jerry
Oh ja, der Tom and Jerry hat seine ganz eigenen Besonderheiten. Er ist kein klassischer Cocktail, den man mal eben schnell an einem Sommerabend mixt. Nein, er verlangt ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl – aber keine Sorge, es ist keineswegs Raketenwissenschaft. Ich gebe dir jetzt mal ein paar Tipps, die du im Hinterkopf behalten solltest, falls du dich daran wagst.
- Eiweiß steif schlagen: Falls du noch nie Eiweiß steifgeschlagen hast, hier eine kleine Warnung: Ein winziger Tropfen des Eigelbs im Eiweiß und es wird nichts mit der festen Konsistenz. Also trenne die Eier sorgfältig! Und ja, der Schneebesen ist hier dein bester Freund, oder du entscheidest dich für die pragmatische Variante mit einem Handmixer. Profis wissen: Ein stabiler Schaum lockert die Textur des Cocktails und verleiht ihm jene wunderbare, leicht luftige Qualität.
- Temperatur der Milch: Die heiße Milch muss wirklich heiß sein, aber nicht kochen. Du willst schließlich nicht die Eier im Glas stocken lassen – das ist ein Cocktail, kein Frühstücksrührei! Ziel ist es, die Wärme des Getränks zu balancieren, ohne das Ei zu „kochen“. Wenn du dich experimentierfreudig fühlst, kannst du auch statt Milch heißes Wasser verwenden, was den Cocktail leichter und weniger reichhaltig macht.
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Timing: Der Tom and Jerry bekommt es nicht gut, wenn du ihn nach der Zubereitung stehen lässt. Er sollte sofort serviert werden, solange er warm ist. Das heißt, am besten machst du ihn für dich und deine Gäste direkt kurz vor dem Servieren.
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Die Wahl der Spirituosen: Klassisch verwendet man für den Tom and Jerry Brandy und Rum. Kleinere Details – wie die Wahl eines dunklen statt eines goldenen Rums – können den Geschmack subtil verändern. Teste ruhig verschiedene Sorten, aber ich rate dir davon ab, zu experimentell zu werden. Klassiker sind manchmal einfach nicht zu übertreffen.
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Muskatnuss: Frische Muskatnuss als Garnitur hat etwas Magisches. Nimm am besten eine ganze Nuss und reibe sie direkt über das Glas. Das ist so ein Detail, das den Unterschied macht – ich meine, wann hast du zuletzt ohne Grund an einer frischen Muskatnuss gerochen?
Die Geschichte des Tom and Jerry und verwandte Cocktails
Der Tom and Jerry blickt auf eine interessante Vergangenheit zurück. Erfunden wurde der Klassiker im frühen 19. Jahrhundert – nicht etwa von jemandem namens Tom oder Jerry, sondern von einem ziemlich schlagfertigen Briten namens Pierce Egan. Egan war ein Autor und Journalist und schrieb im Jahr 1821 das Buch Life in London, begleitet von zwei überlebensgroßen Charakteren namens (du ahnst es schon) Tom und Jerry.
Zur Promotion seines Buches soll Egan einen winterlichen Punsch namens „Tom and Jerry“ kreiert haben. Er war so erfolgreich, dass das Getränk bekannter wurde als das Buch selbst – ich glaube, als Autor hat man da gemischte Gefühle, aber als Cocktail-Kreateur wahrscheinlich weniger.
Was den Cocktail so besonders macht, ist die Tatsache, dass er warm serviert wird. Ähnlich wie der Eggnog (oder Eierlikör-Punsch), der wohl der nächste Verwandte des Tom and Jerry ist, wird er häufig in der kalten Jahreszeit genossen. Tatsächlich sehen ihn viele als Vorläufer des Eggnogs, wobei der Tom and Jerry tendenziell etwas leichter und weniger aufwendig in der Zubereitung ist.
Was die Getränke der Zeit angeht, kann man den Hot Toddy auch als entfernten Cousin ansehen, da dieser ebenso gerne in den kalten Wintertagen getrunken wird. Ganz zu schweigen vom Grog, der dieselbe Richtung einschlägt – ein heißes, alkoholisches Wohlfühlgetränk, das besonders an den wärmenden Effekt auf kalte Knochen appelliert.
Weitere Details zur Geschichte des Cocktails kannst du auch auf der Wikipedia-Seite des Tom and Jerry nachlesen: Tom and Jerry (Cocktail).
Zum Schluss ist wohl klar: Der Tom and Jerry ist kein Drink, der sich heimlich in die Cocktailgeschichte eingeschlichen hat. Nein, er hat seinen Platz erobert – mit vollem Eier-Schaum-Einsatz! Falls du also mal etwas anderes für einen kalten Winterabend suchst, das zugleich charmant nostalgisch wie auch lecker schmeckt, gib ihm ruhig eine Chance. Pro-Tipp: Nimm dir Zeit. Gute Dinge passieren nicht in der Mikrowelle.











