Lorraine

Lorraine

Zubereitung des Cocktail Lorraine:

Rezept (kurz und knapp):
– 30 ml Gin
– 30 ml Crème de Cassis
– 30 ml frischer Zitronensaft
– Eiswürfel
– Zitronenschale oder Johannisbeeren zur Garnitur

Zubereitung:
1. Alle Zutaten im Shaker mit Eis kräftig schütteln.
2. In ein gekühltes Cocktailglas abseihen.
3. Mit einer Zitronenschale oder ein paar frischen Johannisbeeren garnieren. Voilà!

Tipps und Empfehlungen:

Der Cocktail Lorraine ist recht simpel, dennoch gibt es ein paar Feinheiten, die man beachten kann:

  1. Die Wahl des Gins:
    Ein klassischer London Dry Gin passt perfekt, weil er einen klaren, trockenen Geschmack mitbringt, der die Fruchtigkeit der Crème de Cassis ausbalanciert. Aber wenn Du raffiniert werden willst, spiel doch mal mit einem etwas floralen Gin. Hendrick’s zum Beispiel kann dem Ganzen eine duftig-blumige Note hinzufügen, was super zum Cassis passt. Es gibt auch einige regionale Gins mit Johannisbeer-Nuancen, die den südfranzösischen Ursprung des Cocktails gut unterstützen.

  2. Crème de Cassis:
    Da gibt es fahrige, klebrig-süße Plörre… und Premium-Crème de Cassis. Das Zeug macht hier den Unterschied! Eine gute Flasche aus Dijon oder den umliegenden Gebieten zu verwenden, sorgt für echte Johannisbeer-Tiefe. Etwas mehr investieren lohnt sich hier.

  3. Säure und Balance mit dem Zitronensaft:
    Der Zitronensaft ist nicht nur für die Frische da, sondern auch für die Balance gegen die Süße der Crème de Cassis. Je nachdem, wie süß Du deinen Drink magst, kannst Du die Zitronenmenge anpassen. Mit 30 ml hast Du einen guten Mittelweg. Wenn’s zu sauer ist, probier mal 25 ml – aber nicht zu wenig, sonst wird’s klebrig-süß. Denk dran, frisch gepresster Zitronensaft macht wirklich einen Unterschied!

  4. Das Glas:
    Oft wird der Lorraine in einem klassischen Short Drink- oder Coupé-Glas serviert. Die Präsentation macht tatsächlich viel aus. Gekühlte Gläser sorgen dafür, dass Dein Drink länger erfrischend bleibt.

  5. Die Garnitur spielt eine Rolle:
    Die Zitronenschale ist der Standard, aber Johannisbeeren als Garnitur sind eine ebenso ästhetische wie thematisch passende Option. Rot leuchtende Johannisbeeren auf dem Glasrand machen echt was her, besonders, wenn Du Gäste beeindrucken willst.

  6. Variationen und Anpassungen:
    Der Lorraine lässt sich leicht anpassen. Wer es etwas „leichter“ mag, kann ihn mit einem Schuss Soda oder Tonic verlängern. Das bringt auch eine schöne spritzige Note mit rein. Es ist auch nicht unüblich, etwas Zucker hinzuzufügen, falls mehr Süße erwünscht ist – aber sei vorsichtig, das kann den Drink schnell überladen.

Geschichte des Cocktails Lorraine und verwandte Drinks:

Der Cocktail Lorraine ist – wie der Name schon vermuten lässt – stark mit der französischen Region Lothringen (Lorraine) verwoben. Er soll ursprünglich aus dem Süden Frankreichs stammen, wo die Johannisbeere (Cassis) eine bedeutende Rolle in der regionalen Küche spielt. Vor allem in Dijon, der Hauptstadt der benachbarten Region Burgund und Heimat der berühmten Crème de Cassis, ist dieser Likör nicht wegzudenken.

Interessanterweise ist der Cocktail Lorraine eine Art Hommage an die Kir, einen französischen Aperitif, der ebenfalls Crème de Cassis verwendet, dort aber zusammen mit Weißwein serviert wird. Man kann den Lorriane als „gehobene Verwandten“ des Kir sehen, bei dem Gin und frische Zitrone den einfachen Weißwein ersetzen. Falls dich der Kir interessiert: Dieser wurde nach dem gleichnamigen Bürgermeister von Dijon, Félix Kir, benannt, der diesen Drink wohl berühmt gemacht hat.

Eine weitere Abwandlung des Kir ist der Kir Royal, bei dem der Crème de Cassis stilvoll mit Schaumwein kombiniert wird. Diese Drinks unterstreichen, wie in der französischen Genusskultur die Kombination von süßer Cassis und erfrischender Säure immer wieder ein beliebtes Thema ist.

Auch wenn der Cocktail Lorraine nicht die Rockstarness eines Martini oder eines Negronis erreicht hat, stellt er ein solides Beispiel dafür dar, wie sich französische Likör-Traditionen mit klassischem Bartending ideal ergänzen.

Momentan gibt es keine spezifische Wikipedia-Seite zum Cocktail Lorraine, aber ein Blick auf die Geschichte der Crème de Cassis könnte dir weitere kulturelle Einblicke geben.

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