Tuxedo

Tuxedo

Kurzanleitung für den Cocktail „Tuxedo“

Zutaten:
– 6 cl Gin
– 3 cl Trockener Wermut
– 1 Barlöffel Maraschino-Likör
– 2 Spritzer Orangenbitter
– 2 Spritzer Absinth (optional)
– Zitronenzeste

Zubereitung:
1. Alle flüssigen Zutaten in ein Rührglas mit Eis geben.
2. Gut rühren, bis die Mischung kalt ist.
3. In eine gekühlte Cocktailschale abseihen.
4. Mit einer Zitronenschale garnieren.


Detaillierte Tipps für den perfekten Tuxedo

Hier wird es jetzt ein bisschen nerdiger. Aber keine Sorge, das ist gut so. Der Tuxedo ist ein klassischer Cocktail und verdient es, mit Geduld und Präzision angerührt zu werden.

  1. Wahl des Gins: Wähle einen trockenen, klassischen London Dry Gin oder einen Old Tom Gin, je nachdem, wie du die Balance zwischen süß und trocken setzen willst. Ein schwer aromatisierter, moderner Gin könnte den Cocktail überfordern.

  2. Trockener Wermut: Noch wichtiger als der Gin ist der richtige Wermut. Verwende einen hochwertigen trockenen Wermut (z. B. Noilly Prat oder Dolin), um die Balance zu halten. Billiger Tütensaft führt hier zu einem Cocktail, den du bereuen wirst.

  3. Absinth und Maraschino: Der Absinth in originalen Tuxedo-Rezepten ist eine Art Joker. Er liefert eine dezente Anisnote, die wunderbar mit den anderen Aromen spielt, aber sei vorsichtig – zu viel und er dominiert! Ein bis zwei Spritzer sind normalerweise ausreichend. Maraschino hingegen liefert diesen leicht süßen, nussigen Geschmack und macht den Drink insgesamt weicher.

  4. Eis: Verwende frisches, klar gefrorenes Eis. Kleine Eiswürfel schmelzen schneller und verwässern die Mischung, bevor du sie abseihen kannst. Wenn möglich, nutze große Eiswürfel oder Crushed Ice nur zum Rühren, nicht zum Servieren.

  5. Zitronenzeste: Hier steckt das Geheimnis des Aromas. Schneide eine dünne Zeste, sodass du nur die obere Schicht der Schale verwendest, und nicht das bittere Weiße. Drücke die Zeste leicht über dem Cocktail aus, sodass die ätherischen Öle freigesetzt werden. Noch ein letzter Dreh und der Cocktail ist bereit.


Die Geschichte des Tuxedo Cocktails

Der Tuxedo, wie der Name schon andeutet, ist formell, edel und ein wenig altmodisch – im besten Sinne des Wortes. Die Ursprünge des Tuxedo Cocktails führen uns ins 19. Jahrhundert, genauer gesagt, ins Tuxedo Park Clubhouse in New York. Es war ein eleganter Herrenzeitschlupf, wo die Reichen und die Mächtigen sich versammelten, um dem Alltag zu entfliehen. Sie haben nicht nur den Tuxedo-Anzug populär gemacht, sondern auch einige Cocktails. Der Tuxedo gehört zu dieser illustren Gesellschaft.

Er basiert auf der Martini-Familie (ja, der Martini), wobei der Tuxedo mit einem zusätzlichen Hauch Maraschino und Absinth daherkommt. So bekommt der Drink einen komplexeren, vielschichtigeren Geschmack als ein klassischer Martini.

Wenn man ein wenig weiter recherchiert, taucht der Tuxedo in verschiedenen Cocktail-Datenbanken auf. Seine erste schriftliche Erwähnung verdankt er mutmaßlich Harry Johnson, einem der bekanntesten Barkeeper des 19. Jahrhunderts. Von Harry Johnson stammt auch das berühmte „Bartender’s Manual“, eine Art Bibel für Cocktail-Liebhaber.

Verwandte Cocktails sind insbesondere der Martini und der Martinez. Der Martinez wird oft als Verwandter des Martini gehandelt: Er verwendet traditionell gesüßten Wermut und geneigt sich eher den süßen als den trockenen Gins zu. Der Tuxedo sitzt irgendwo zwischen diesen beiden und bietet die Möglichkeit, aus beiden Cocktails Elemente zu rekapitulieren und deren Aromaprofile zu kombinieren.

Da sich die Wikipedia-Seite speziell zum Cocktail „Tuxedo“ noch im Entstehen befindet, könnte möglicherweise die allgemeine Seite über Cocktails hilfreich sein: Cocktail – Wikipedia.

Ein letzter Fun Fact: Trotz seines Namens sollte man den Tuxedo nicht zu formell nehmen. Ein gut gemachter Tuxedo passt genauso gut zu einem intimen Abend wie zu einer hochkarätigen Cocktailparty. Schreiben wir ihn nicht vorschnell als „nur für besondere Anlässe“ ab. Genauso wie der Tuxedo-Anzug, steht dieser Cocktail für klassische Eleganz – aber mit einem Augenzwinkern.

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