Zubereitung – Blue Blazer auf die Schnelle:
Ganz simpel gesagt – erhitze 120 ml Whisky (traditionell Scotch) zusammen mit einem Teelöffel Zucker, entzünde den Whisky und gieße die brennende Flüssigkeit mehrmals zwischen zwei hitzebeständigen Metallbechern hin und her. Zum Abschluss erlösche die Flammen, füge etwas heißes Wasser dazu, rühre um und serviere. Aber Vorsicht: Das ist nicht nur ein Getränk, das ist ein echtes Spektakel!
Tipps für die perfekte Ausführung des Blue Blazer:
Okay, wenn du hier weiterlesen willst, hast du entweder genug Zeit oder dir brennt die Frage wirklich auf der Seele, wie man das Ding richtig hinkriegt, ohne die Küche abzufackeln. Also, lass uns etwas tiefer einsteigen:
- Whisky-Wahl: Traditionell wird Scotch verwendet. Entweder ein Blend (etwa Famous Grouse) oder, wenn du es ernst meinst, ein torfiger Single Malt für mehr Tiefe. Wenn du kein Scotch-Fan bist, kannst du auch Bourbon nehmen. Es sollte aber ein Whisky mit mindestens 50 % Alkohol sein, damit das Feuer schön brennen kann. Sonst landest du eher im Bereich einer Küchenpfütze als einer Feuershow.
- Bechergröße: Ideal sind Metallbecher, also z.B. Julep-Tassen, die temperaturresistent sind – Edelstahl funktioniert gut. Ein Stiel oder Henkel ist hilfreich, du willst nämlich nicht das heiße Ende festhalten, während du mit meterhohen Flammen zu jonglieren versuchst. Sie sollten zudem mindestens 300 ml fassen, weil du ordentlich Spielraum brauchst, um die Flüssigkeit sicher hin- und herzugießen.
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Sicherheit!: Keine Diskussion – mach das Ganze NICHT unter einer Pfannenhaube oder in einer Umgebung mit leicht entzündbarem Material. Am besten du hast einen kleinen Handfeuerlöscher in Reichweite. Außerdem das erste und letzte Mal sei gesagt: Übertreib es nicht mit den Flammen. Keine gefühlten Zirkusstunts.
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Mindestens 4-5 Übergießungen: Je öfter du den brennenden Whisky zwischen den Bechern hin und her gießt, desto höher wird der Showeffekt. Aber Achtung – der Alkoholgehalt nimmt bei jeder Überführung durch die Luft leicht ab, was bedeutet: Am Ende hast du immer noch ein kräftiges Getränk, aber das Flambieren dämpft ein wenig die Alkoholspitze.
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Zucker – ein unterschätztes Element: Nicht jede*r verwendet Zucker, aber klassisch ist es schon. Ein einfacher Teelöffel reicht, um eine gewisse Süße reinzubringen – die braucht es, um das Rauchige und Kräftige des Whiskys abzurunden.
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Timing: Die Kunst ist, das Getränk zu servieren, während es noch schön warm ist, ohne jemanden (einschließlich dich selbst) zu verbrühen. Stelle definitiv sicher, dass du nach dem Auslöschen der Flammen noch ein wenig heißes Wasser dazu gibst, das mindert die Hitze. Das ist schließlich der Grund, warum der Cocktail traditionell als Wintergetränk gilt: Er soll aufwärmen, nicht aufkochen.
Die Geschichte und verwandte Cocktails:
Hinter dem Blue Blazer steckt kein geringerer als Jerry Thomas, bekannt als der „Vater der amerikanischen Mixologie“. Der Cocktail wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals zubereitet, und das war zu einer Zeit, als „Feuershows“ in Bars ein regelrechter Publikumsmagnet waren. Thomas, spezialisiert auf spektakuläre Drinks, erfand ihn in seinem Bar-Etablissement in San Francisco und wurde praktisch zur Legende, nachdem er das Getränk in seinem berühmten Book der Bar-Tending-Kunst („How to Mix Drinks“) veröffentlichte. Was ein bisschen wie ein flammendes Desaster hätte enden können, entwickelte sich zu einem klassischen Show-Drink – und blieb es bis heute.
Der Blue Blazer war nicht der erste brennende Cocktail der Geschichte, aber vielleicht der bekannteste seiner Art. Verwandt sind Cocktails wie der moderne Flaming Moe (danke an die „Simpsons“ für dieses popkulturelle Highlight), auch wenn der weniger ernst genommen wird…
Noch heute ist der Blue Blazer eine Art „Meisterstück“ für Bartender*innen, die gleichzeitig ihre Handwerkskunst und Showfähigkeiten unter Beweis stellen wollen.
Hier gibt’s die Wikipedia-Seite dazu, falls du noch tiefer eintauchen willst: Jerry Thomas (Wikipedia).











