Paradise

Paradise

Schnellanleitung für den Cocktail „Paradise“

Zutaten:
– 4 cl Gin
– 2 cl Apricot Brandy
– 4 cl Orangensaft
– Eiswürfel

Zubereitung:
1. Alle Zutaten in einen mit Eiswürfeln gefüllten Shaker geben.
2. Kräftig schütteln.
3. Durch ein feines Sieb in eine gekühlte Cocktail-Schale abseihen.
4. Optional mit einer Orangenzeste oder einer Maraschinokirsche garnieren.

Das war’s. Prost!


Detaillierte Tipps zur Zubereitung

Wenn du einen „Paradise“ korrekt zubereiten möchtest, ist Präzision key. Hier ein paar Aspekte, die oft übersehen werden, aber den Unterschied machen:

  1. Zum Gin: Nimm einen eher floralen Gin oder einen mit leicht zitrischen Noten. Dein Standard-London-Dry mag auch gehen, aber der charakteristische Geschmack des Gins sollte den Apricot Brandy nicht überfordern. Der „Paradise“ lebt von einem leichtfüßigen Zusammenspiel der Aromen – nichts zu Dominantes.

  2. Die Temperatur: Jeder Cocktail wird unterschätzt, wenn er nicht ordentlich gekühlt ist. Achte also darauf, dass der Drink gut kalt ist, egal ob du ihn direkt servierst oder ihn noch einen Moment in der Schale stehen lässt, während du die garnierst. Vielleicht sogar das Glas vorher für ein paar Minuten im Kühlschrank oder Gefrierfach vorkühlen.

  3. zum Schütteln: Das richtige Schütteln von Cocktails ist eine kleine Wissenschaft für sich – der Drink soll einerseits gut durchmischt sein, andererseits darf er nicht „verwässert“ schmecken. Hier also kräftig schütteln, aber keine Ewigkeiten, maximal zehn Sekunden. Und keine Sorge, dass du dabei wie Tom Cruise in Cocktail aussehen musst – es reicht, wenn du den Mix gut durchkühlst.

  4. Orangensaft: Am besten frisch gepresst, das isn’t even a question. Warum? Konzentrate und Fertigsäfte haben künstliche Süße und gehen dir schlicht tankmäßig auf die Nerven, wenn du erstmal den Unterschied zu frischem Saft merkst. Manchmal ist die Sache einfach: Natur schlägt Industrie.

  5. Apricot Brandy: Achte darauf, dass du Apricot Brandy und keinen zu süßen Likör erwischst. Es gibt qualitativ riesige Unterschiede, und der richtige Brandy bringt eine zarte Fruchtnote ohne überflüssigen Zucker.

Zur Herkunft und Verwandten Cocktails

Der „Paradise“ ist ein klassischer Cocktail, der erstmals in Harry Craddocks berühmtem Savoy Cocktail Book von 1930 erwähnt wurde. Es ist ein eleganter, fruchtiger Cocktail der alten Schule, der Gin mit dem süßen Touch von Apricot Brandy und frischem Orangensaft kombiniert. Die 1930er waren eine Blütezeit für Cocktails, und der „Paradise“ sticht vor allem durch seine balancierte Mischung aus Süße und Würze hervor. Manche sagen, es sei eine Hommage an die Freiheit der goldenen Alkoholjahre nach der Prohibition. Ob das stimmt? Nun, es fügt der Stimmung etwas Romantik hinzu – dem Drink scheint es jedenfalls nicht zu schaden.

Verwandte Cocktails sind häufig ebenfalls Ginsorten in Kombination mit Fruchtlikören oder Säften. Ein offensichtlicher Verwandter ist der Bronx, der ähnlich fruchtige Elemente mit Gin kombiniert, allerdings zusätzlich noch mit Wermut. Obwohl beide Geschmacksprofile unterschiedlich stark ausgeprägt sind, verbindet sie ihr erfrischender, bittersüßer Charakter und das Spiel zwischen Zitrus und Würze.

Insbesondere Fans von weniger stark schmeckenden Cocktails mit Gin-Note, wie dem Aviation, könnten sich im „Paradise“ wiederfinden. Und wer den Klassiker French 75 mag – auch dort dominiert die Balance zwischen fruchtigen und floralen Noten, wenn auch noch mit Sekt zur Krönung.

Der „Uncle“ des Paradise, wenn man so will, ist vielleicht der einfache „Gin Sour“, von dem viele dieser eher ausgeglichenen Cocktails abstammen.

Aktuell gibt es keine eigenständige Wikipedia-Seite zum „Paradise Cocktail“, aber Harry Craddocks Cocktailbuch ist eine lohnende Quelle, um mehr über klassische Cocktails und deren Ursprünge zu erfahren.

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