Sazerac

Sazerac

Sazerac Cocktail Rezept (kurz & knackig)

Für alle, die es schnell mögen:

  • 60 ml Rye Whiskey
  • 1 Zuckerwürfel
  • 2-3 Spritzer Peychaud’s Bitters
  • Absinth (zum Ausspülen des Glases)
  • Zitronenzeste

Zubereitung:
1. Gläser mit Absinth ausspritzen und abtropfen lassen.
2. Zuckerwürfel im Glas mit den Bitters zerdrücken.
3. Whiskey dazugeben und rühren.
4. In das vorbereitete Glas abseihen.
5. Mit Zitronenzeste garnieren. Kein Eis verwenden.
Fertig!


Detailierte Tipps – Feinheiten des Sazerac

Du willst den perfekten Sazerac mixen? Gut so, hier sind ein paar Kniffe:

  1. Whiskey oder Cognac?
    Ursprünglich wurde Cognac verwendet, aber seit einer Reblaus-Plage Ende des 19. Jahrhunderts besteht der traditionelle Sazerac nun meist aus Rye Whiskey. Manche mixen ihn sogar mit beidem. Ich sage: Mach einen A/B-Test – was schmeckt dir besser?

  2. Zuckerwürfel vs. Zuckersirup
    Klar, der Zuckerwürfel ist der Klassiker. Aber wenn du es etwas effizienter magst, kannst du auch Zuckersirup nutzen (du liest diesen Tipp von einem Wirtschaftsinformatiker, Effizienz ist also quasi ein Berufsethos). Aber für maximalen „Rumble-in-the-Tumbler“-Effekt: Stick to the cube.

  3. Glas-Vorbereitung: Wie wichtig ist Absinth?
    Der Absinth im Glas verpasst dem Cocktail seine charakteristische Anisnote. Es wird häufig gefragt: Kann man den Schritt weglassen? Ja, aber dann ist es kein Sazerac. Ein bisschen wie ein Tango ohne die Musik – du könntest es theoretisch machen, aber warum solltest du? Just rinse your glass with that Absinthe!

  4. Eis oder kein Eis?
    Der Sazerac wird üblicherweise ohne Eis serviert. Man will den Cocktail nicht zu sehr verwässern (Stichwort: strategische Ressourcennutzung). Falls du lieber einen kälteren Drink möchtest, stell das Glas vorher ins Gefrierfach – und allen wirst du wie ein Kenner beim ersten Schluck anerkennend zunicken.

  5. Zitronenschale als das i-Tüpfelchen
    Wichtig ist die Zitronenschale. Sie sollte über dem Drink leicht ausgedrückt werden, damit die ätherischen Öle auf der Oberfläche des Cocktails landen. Aber bitte: Die Zeste nur über dem Glas auspressen, den Rand abrubbeln und dann beiseite legen. Vermeide es, die Zeste ins Glas zu werfen – das macht den Abgang bitterer.


Geschichte des Sazerac – Woher kommt er und warum ist er ikonisch?

New Orleans. Die Perle am Mississippi und Geburtsstätte zahlreicher kulinarischer Innovationen. Der Sazerac soll dort schon seit den frühen 1800er Jahren entdeckt worden sein. Der Name? Er stammt von „Sazerac-de-Forge et Fils“, einer Cognac-Marke, die in der Rezeptur ursprünglich verwendet wurde. Absinthe war anfangs auch häufiger Bestandteil des Cocktails, ebenso Peychaud’s Bitters, die von einem in Haiti geborenen Apotheker namens Antoine Amédée Peychaud entwickelt wurden. Eine Prise Bitter hier, ein Schwung Cognac da – Voilà, der Sazerac war geboren.

Als jedoch die Reblaus-Plage weite Teile der französischen Weinberge zerstörte, wurde der teure Cognac vielerorts durch Whiskey ersetzt. Schon damals also ein Paradebeispiel für agile Anpassungsfähigkeit. Heute gehört der Sazerac zu den ikonischen „Old-School“-Cocktails und hat sich seinen Ruf als Klassiker im Barwesen längst gesichert.

Interessant ist auch der Vergleich mit verwandten Cocktails wie dem „Old Fashioned“. Beide sind eng verwandte Spezies, wobei der Sazerac eher als der markantere, mutigere Cousin gilt, mit dem Hauch weniger Zugänglichkeit – dank Absinth und weniger Zitrusnoten. Der Old Fashioned ist quasi der „Good Guy“, während der Sazerac den Bad Boy raushängen lässt.

Mehr zur Geschichte findest du natürlich auf Wikipedia.


Ich hoffe, du konntest noch einen neuen Kniff für dich entdecken und wirst den Sazerac beim nächsten Mal mit einem noch besseren „Punch“ in der Hand halten!

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